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NUMISMATISCHE GESELLSCHAFT
ZU BERLIN e.V., gegr. 1843

'Belehrung und Unterhaltung im Fache der Münzkunde ...'
(Aus den Statuten der Gesellschaft 1844)

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Nachrichten

Gert Hatz, Ehrenmitglied der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin, verstorben

25. September 2017

Am 5. September verstarb im 90. Lebensjahr in Eutin unser Ehrenmitglied, Prof. Dr. Gert Hatz.

Gert Hatz (1928-2017)

Neben Walter Hävernick (1905-1983) und Peter Berghaus (1919-2012) war Gert Hatz eine der prägenden Gestalten der deutschen Numismatik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Leiter des Münzkabinetts im Museum für Hamburgische Geschichte, Herausgeber der Hamburger Beiträge zur Numismatik und der Numismatischen Studien sowie langjähriger Vorsitzender der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland machte er zusammen mit Walter Hävernick in der Zeit der deutschen Teilung Hamburg zu einer Zentrale der numismatischen Forschung auf dem Gebiet Mittelalter / Neuzeit in der alten Bundesrepublik. Wissenschaftlich hervorgetreten ist er vor allem durch die zusammen mit seiner Frau Vera und Peter Berghaus in einem internationalen Forscherteam geleisteten Bearbeitung der deutschen Münzen in den schwedischen Schatzfunden der Wikingerzeit, die seit 1975 in dem Corpus nummorum saeculorum IX-XI qui in Suecia reperti sunt (CNS) veröffentlicht werden. Gert Hatz, Vera Hatz und Peter Berghaus haben 2002 für diese Pionierarbeit die Ehrenmedaille und Ehrenmitgliedschaft unserer Gesellschaft erhalten (s. dazu Geldgeschichtliche Nachrichten 209/2002, S. 204-205). Neben dem CNS hat Gert Hatz in umfangreicher Weise über die deutschen Münzen des 10. und 11. Jahrhunderts publiziert. An dieser Stelle seien nur sein Hauptwerk Handel und Verkehr zwischen dem Deutschen Reich und Schweden in der späten Wikingerzeit. Die deutschen Münzen des 10. und 11. Jahrhunderts in Schweden (1974) sowie die Publikation des für die deutsche Numismatik wichtigsten schwedischen Schatzfundes, des 1967 gehobenen großen Schatzes von Burge auf der Insel Gotland genannt (Die deutschen Münzen des Fundes von Burge I, Ksp. Lummelunda, Gotland (tpq 1143). Ein Beitrag zur ostfälischen Münzgeschichte, 2001). Die numismatische Lebensleistung von Gert Hatz wird an anderer Stelle noch ausführlich gewürdigt werden.
Der seit 2005 zurückgezogen in Eutin lebende gebürtige Hamburger war bei hanseatischer Kühle von ebenso großer persönlicher Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit wie echt Hamburger Understatement. Allem Medienrummel abhold und ganz auf die wissenschaftliche Substanz konzentriert, war das preußische mehr Sein als Scheinen auch seine Devise.
(Bernd Kluge)

Münzsammlung des Seminars für Alte Geschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. jetzt online

20. Dezember 2017

Seit dem heutigen Tag sind die ersten 96 Münzen (von rund 14.000) der Sammlung des Seminars für Alte Geschichte der Universität Freiburg online. Damit werden die vom Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin gemachten Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung im Zusammenwirken mit dem Netzwerk universitärer Münzsammlungen in Deutschland zwecks Erschließung von Einzelsammlungen an deutschen Hochschulen weitergegeben.
Dieses Projekt entstand in Kooperation mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin: Münzdatenbank und Onlinekatalog nach Vorlage ikmk.smb.museum und mit gemeinsamer Stamm- und Normdatenverwaltung im NUMiD-Netzwerk für das semantische Web.
Der Freiburger IKMK ist der erste der bisher vier Interaktiven Kataloge einer Münzsammlung, welcher bereits in die 2. Generation mit überarbeiteter Gestaltung, neuen Funktionalitäten und responsive Design überführt wurde.

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