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Ausstellung 'MUSE MACHT MONETEN' in Speyer

21. Juni 2018

KUNST PRÄGT GELD: MUSE MACHT MONETEN. Eine Ausstellung des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin in Speyer vom 21. Juni bis 20. Juli 2018

Kunst macht Geld und Geld macht Kunst. Wie bewegen sich Künstler in diesem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Fremdbestimmung, Markt und Macht? Zu dieser und anderen Fragen lässt die erstmals im Bode-Museum in Berlin (20. 11. 2016 – 27. 5. 2017) und nun in veränderter Form in der Volksbank Speyer gezeigte Sonderausstellung „Kunst prägt Geld: MUSE MACHT MONETEN“ die Kunstschaffenden selbst über ihre Arbeiten zu Wort kommen. Die Ausstellung in Speyer entstand in Zusammenarbeit mit der Numismatischen Gesellschaft Speyer und setzt damit eine gute und langjährige Tradition fort.

Die Ausstellung ruht auf drei Pfeilern. Den ersten bilden Medaillen, die in den frühen 1990er-Jahren insbesondere von Bildhauern aus dem ehemaligen Ost-Berlin geschaffen wurden. In Projekten und Editionen setzten sie sich ebenso kritisch wie humorvoll mit der neuen wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Situation auseinander.

Etwa 25 Jahre später, im Jahr 2014, erging, u. a. über die Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst, erneut ein Aufruf an Künstler, in Form von Medaillen aktuelle Statements und Erfahrungszeugnisse zum Konflikt zwischen Geld, Macht, Freiheit und Kommerz abzugeben. Die im Münzkabinett eingegangenen Werke öffnen den Blick auf die Situation der Gegenwart und bilden das zweite Standbein der Präsentation. Diese neuen Medaillen sind lebendige Zeugnisse der Nöte und Ängste, aber auch der Ambitionen und individuellen Lösungswege aus dem Dilemma der Marktzwänge.

Den dritten Pfeiler bildet Kunstgeld und in Geldkunst in Form von Banknoten. Ein Stück Ost-Berliner Geschichte repräsentiert das „Knochengeld“ der Gruppe Ioë Bsaffot, die kurz nach der Wende über 50 Künstler in einem gemeinsamen Projekt vereinte. Aus den frühen 2000er-Jahren stammen sodann das poppig-humorvolle „Kretzergeld“ von Helmut King. Voll Ironie und Gesellschaftskritik ist schließlich das „Bode-Honey“ des Künstlers Nikolaus Eberstaller. Dieser hat speziell für MUSE MACHT MONETEN eine Geldserie geschaffen, die einen entlarvenden Blick auf menschliche Gier wirft.

In der Ausstellung sind Arbeiten folgender Künstlerinnnen und Künstler vertreten: Rossen Andreev, Axel Bertram, Manfred Butzmann, Karin Dammers, Marianne Dietz, Peter Ralf Dünwald, Nikolaus Eberstaller, Wilfried Fitzenreiter, Florian Flierl, Maya Graber, Alma Greiner, Georgij Gugunava, Maria Lucia Hardegen, Evelyn Hartnick, Heinz Hoyer, die Gruppe Ioë Bsaffot, Andreas A. Jähnig, Karoline Keiter, Helmut King, Klaus Kowalski, Anna Martha Napp, Katja Neubert, Roland Nicolaus, Charlotte Pannicke, Wadim Rokowski, Gerhard Rommel, Luise Rüdiger, Lena Schirrmeister, Jutta Schölzel, Anna Franziska Schwarzbach, Petra Schwenzfeier, Josef Speier, Carsten Theumer und Heidi Wagner-Kerkhof.

Ausstellungsort: Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG/Diaalogzone, Bahnhofstr. 19, 67346 Speyer

Zur Sonderausstellung ist ein Begleitkatalog erschienen: A. Küter – B. Weisser, Kunst prägt Geld: MUSE MACHT MONETEN. Eine Ausstellung des Münzkabinetts mit Leihgaben der Sammlung Haupt „Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld“. Das Kabinett 16, Berlin 2016. 255 S., zahlreiche Farbabb., ISBN: 978-3-86646-137-6. Zum Bode-Honey ist ein separater Aufsatz erschienen: Alexa Küter, Nikolaus Eberstaller: „Honey – Home made money, Bode Edition (2016)“, DGW-Information, Heft 2017/2, S. 20–29.

Jahresbericht des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin für 2017

19. Mai 2018

Das Jahr 2017 war für das Münzkabinett in vielfacher Hinsicht ereignisreich. In die Bilanz gehören drei eigene Ausstellungen, zwei größere Kolloquien, der Relaunch unserer Website, das Ende zweier und der Beginn dreier Forschungsprojekte, ein spektakulärer Diebstahl, die Rückerwerbung einer wertvollen Münze nach 72 Jahren und die Übereignung des Medaillennachlasses von dem Bildhauer Gerhard Rommel.

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