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Nachrichten

Online-Münzkatalog der Universität Münster setzt neue Maßstäbe

20. Juni 2016

Am 20. Juni wurde der Münzkatalog des Archäologischen Museums der Westfälischen Wilhelms-Universität eröffnet. Dieses Ereignis markiert einen neuen und wesendlichen Schritt in der Kooperation lokaler Münzsammlungen mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, denn hier wird erstmals vor Ort zugleich mit dem Münzdokumentationssystem des Münzkabinetts in eigener Regie gearbeitet und dabei auf einen gemeinsam zu nutzenden, in Berlin verwalteten Bestand an Normdaten und Linked Open Data (LOD) zur Weitergabe im semantischen Web zurückgegriffen.

Dieses Projekt entstand in Kooperation mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin: Münzdatenbank und Onlinekatalog nach Vorlage ww2.smb.museum/ikmk und mit gemeinsamer Stamm- und Normdatenverwaltung im NUMiD-Netzwerk für das semantische Web.

Aus der Webseite der Münzsammlung Münster:
„Die Münzsammlung des Archäologischen Museums der Universität Münster ist eine Lehrsammlung, die mehr als 5.500 Objekte umfasst. Alle Epochen der antiken Münzgeschichte sind darin vertreten: Griechische Münzen archaischer, klassischer und hellenistischer Zeit, römische Münzen der Republik und Kaiserzeit, kaiserzeitliche Städte- und Provinzialprägungen sowie byzantinische Münzen. Regelmäßig werden diese in der Lehre eingesetzt, um den Studierenden einen Einblick in die Münzgeschichte der Klassischen Antike und den Umgang mit dem Objekt Münze zu vermitteln.

Eine repräsentative Auswahl griechischer und römischer Münzen ist im Archäologischen Museum ausgestellt; dazu kommen thematische Sondervitrinen, die einige kleinasiatische Sammlungsschwerpunkte präsentieren, dazu gehören z. B. „Alexandria Troas“ oder „Mons Argaios“; einige Fehlprägungen illustrieren den „Herstellungsprozess von Münzen“. Dennoch bleiben die meisten Münzen im Tresor verschlossen und sind damit Forschern wie interessierten Laien nicht ohne weiteres zugänglich.
Um das zu ändern, digitalisieren wir derzeit unseren Bestand. Sukzessive werden an dieser Stelle immer mehr Münsteraner Münzen vorgestellt und Sie können die ausführliche Objektdokumentation überall und jederzeit, zuhause oder unterwegs, intensiv studieren.“

Links:
Interaktiver Katalog der Münzsammlung
Numishare Blogspot Nachricht zur Integration des Münsteraner Datenbestandes in die Münzportale der American Numismatic Society (ANS)
Münzbelege aus Münster, London, New York, dem engl. Portable Antiquities Scheme und Berlin zu Crawford (RRC) 473/1 aus dem Münzportal Coinage of the Roman Republic Online (CRRO)
Denar des C. Coelius Caldus (51 v. Chr., RRC 437/1a) aus der Sammlung Apostolo Zeno (1668-1750), heute in Münster

Vernetzung bedeutet Normierung - Normierung bedeutet Fähigkeit zum Datenaustausch

30. Juli 2018

Grundlage für einen freien Austausch der Wissenschaften und ihrer Diziplinen in der digitalen Welt ist die Nutzung von normierten Konzeptansetzungen und Identifikatoren. Ein Austausch zwischen Objektdatenbanken (z.Bsp. dem IKMK des Münzkabinetts) und Themenportalen (z.B. OCRE, dem digitalen RIC-Portal) kann nur stattfinden, wenn beide Instanzen sich auf gemeinsame Identifikatoren zur Beschreibung von numismatisch relevanten Konzepten verständigt haben. Nur so ist sichergestellt, dass Durchmesser und Diameter dasselbe bezeichnen, dass Gaius Caesar gleich Caligula ist.
Doch besteht die Arbeit im Berliner Münzkabinett nicht allein darin, den Berliner Bestand international zu vernetzen, sondern auch kooperierende Partner in dieselbe Lage zu versetzen.

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